DSDS Casting: Kandidat macht sich in die Hose
8. Januar 2010
So etwas hat es bei Deutschland sucht den Superstar auch noch nicht gegeben. Der 18-jährige Marcel Finette steht mit einem unübersehbaren Pipifleck auf seiner Hose vor der Jury.
Was ist das schlimmste, was einem passieren kann, wenn man vor einem Millionenpublikum zur besten Sendezeit auftritt. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, dass man sich vor Aufregung in die Hose macht. So geschehen am Mittwoch Abend auf RTL. Die erste Ausgabe der neuen Staffel begann wie immer mit den Castings und erreichte 8,18 Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen. Dann kam der Auftritt der Verkäufer-Azubis Marcel Finette – ein Autritt, den er sich bestimmt anders vorgestellt hatte.
„Hast du dir in die Hoste gemacht?“ war die erste Frage, die Dieter Bohlen dem 18-jährigen stellte. Dieser versuchte sich, sichtbar peinlich berührt, herauszureden, dass er beim vorhergehenden Klogang offenbar nicht richtig abgeschüttelt hatte und so noch etwas in die Hose gegangen sei.
Dennoch performte der Azubi sein Lied und bekam dafür ein vernichtendes Urteil der Jury: „Lieber Cholera auf dem Pipimann als deine Stimme“ gab Dieter Bohlen hierzu von sich. Diese Aussage wurde jedoch nachträglich reingeschnitten und hätte eigentlich einem anderen Kandidaten gegolten, bestätigte die RTL-Sprecherin gegenüber BILD. Hiergegen und gegen die gesamte Darstellung seines Sohnes im Fernsehen, die einzig dazu diente die Situation und seinen Sohn noch lächerlicher zu machen, möchte nun der Vater klagen. „Am Freitag bin ich beim Anwalt und dann klage ich gegen Bohlen und RTL. Ich setzte Himmel und Hölle in Bewegung.“




Dass DSDS nur ein Fake ist und vieles nur zusammengeschnitten ist, nur um die Einschaltquoten hoch zu halten, ist nichts Neues mehr:
http://bit.ly/7QPlWv
Zusätzlich werden einige Leute vorab von Casting-Firmen gecastet, die von der Redaktion ihre Rolle als Kandidaten aufgedrückt bekommen.
Was die Jury und die Zuschauer lediglich zu sehen bekommt, wurde vorab von der Redaktion fein säuberlich aussortiert bzw. reingeschummelt, damit der Peinlichkeitsfaktor die Zuschauer bei der Laune un dem Sender bei der Einschaltquote hält.
Siehe Menderez, der von der Redaktion dafür wieder eingeladen und bezahlt wurde, um seinen Unterhaltungs- und Nervfaktor weiterhin zum Besten geben kann.
Dass es sich bei vielen sogenannten “Kandidaten” lediglich um gecastete Leute von Casting-Firmen handelt, interessiert letzendlich Niemanden vor dem Fernseher.
Kein Unterhaltungswert, keine Einschaltquote. Keine Einschaltquote, keine Kohle für den Sender.
Also wird da kräftig nachgeholfen und zurechtgeschnitten.
noch ein Zusatz:
Keiner fragt sich, warum bei einigen Vorab-Trailern einiger Kandidaten bereits in den Wohnungen und anderen Schauplätzen diese Kandidaten bereits vorgestellt werden.